Jiangling Landwind X9/X6: SUV zum Kampfpreis und das erste Auto aus China in Europa

Jiangling Motors (JMC) war er erste chinesische Hersteller, der versuchte, in Europa einen Markteintritt zu schaffen. Lesen Sie in unserem Special zum JMC Landwind alles über diese günstigen Fahrzeuge, er wurde durch seine große Ähnlichkeit zum Isuzu Rodeo bzw. Opel Frontera bekannt.

Der Jiangling Landwind ist später als X6/GS6/Fitch in der viertürigen Variante vermarktet worden sowie als X9 beim Zweitürer. Der Landwind sollte viel Auto für wenig Geld bieten. Diese Rechnung ist aber bislang nicht aufgegangen. Der erste Crash-Test sorgte für viel negative Presse, daraufhin wurden Änderungen vorgenommen.

Landwind auf der Allradmesse in NÖ: Das China-SUV
Der Landwind-Geländewagen von JMC war im September 2008 zum ersten Mal in Österreich zu sehen: Ein Gebrauchtwagen wurde von AMG Schörghofer bei Österreichs größter Allradmesse (4. bis 7. September 2008 in Leobersdorf/NÖ) ausgestellt. Das Auto sollte in der verbesserten Version in den darauffolgenden Monaten auch in der Alpenrepublik angeboten werden und dann endlich für Verkaufserfolge der chinesischen Marke sorgen.

Wie Sie auf unseren Fotos vom Landwind-SUV sehen können, ist dieses gut ausgestattet. Und natürlich darf man aufgrund des Preises keine qualitativen Wunder erwarten.

Erfolgreicher Neustart für Landwind?
Der Jiangling Landwind wurde im ADAC-Test im Frühjahr 2008 als schlechtestes jemals getestetes Auto bewertet und eine verbesserte Version sollte dann endlich den Weg auf unsere Straßen finden: Der GS6 ist ein SUV, für das ein Deutschland-Preis von 14.990 Euro geplant war. Es sollte gerade beim Thema Sicherheit mehr als die ursprüngliche Version bieten. In einem Test nach NCAP-Kriterien hätte das Fahrzeug laut dem Hersteller immerhin 3,5 Sterne erhalten.

Landwind wollte mit diesem günstigen Geländewagen den Markt hierzulande aufrollen und das könnte bei entsprechender Qualität auch gelingen. Der bereits länger angekündigte Van Fashion stand ebenfalls in den Startlöchern, er sollte in der Bundesrepublik um 11.990 Euro zu haben sein.

Unterdessen wollten auch andere Hersteller den Sprung nach Europa wagen. So wurde darüber spekuliert, dass der RAV4-Lizenznachbau UFO von Shuanghuan Motors zu uns kommen würde.

Nachdem der JMC Landwind Geländewagen 2006 im Crash-Test versagte und dadurch der Absatz bei uns nicht in die Gänge kam, sollte ein zweiter Versuch mit SUVs aus China gestartet werden. Zu wahren Schnäppchenpreisen waren Klone vom Toyota RAV4 und dem BMW X5 geplant: Der UFO und CEO sind ihren japanischen bzw. deutschen Vorbildern zum Verwechseln ähnlich. Die Fahrzeuge sollten laut Importeur China Automobile hierzulande schnell erhältlich sein.

Die Deutschland-Preise: Der noble CEO hätte etwa die Hälfte eines X5 kosten sollen, also rund 25.000 Euro. Der günstigere UFO etwa 17.000 Euro, immerhin noch 10.000 Euro weniger als der RAV4. Als Absatzziel wünschte sich der Importeur 8.000 Fahrzeuge im Jahr 2008. Ruhig bliebt man bei den Chinesen, wenn es um das Thema Crash-Test ging: Hier hätte man speziell für den europäischen Markt Verbesserungen an den Fahrzeugen vorgenommen, um im NCAP-Test 3-4 Sterne von den fünf möglichen zu bekommen.

Neben Landwind wollte 2008 in Europa auch Great Wall mit dem Hover-Geländewagen starten. Auch von diesem Hersteller hat man später wenig gehört.

Unser Tipp: Lesen Sie mir über Autos aus China in unserem umfangreichen Artikel zum Thema!

Ein möglicher Erfolg für Landwind: Der Fashion
Einen Minivan als Schnäppchen hatte JMC im Angebot. Auf dem Pariser Autosalon wollte der chinesische Hersteller den „Fashion“ vorstellen. Der Siebensitzer ist in seiner Heimat als „Fengshang“ erhältlich und war als Konkurrenz zum Opel Meriva bzw. Nissan Note geplant, also im Segment der ganz kompakten Minivans. Mit einem Deutschland-Preis von weniger als 10.000 Euro sollte der Fashion seine Konkurrenz um immerhin 4.000 Euro unterbieten. Das Familienauto mit Abmessungen für den Stadtverkehr ist 4,40 Meter lang, 1,76 Meter breit und 1,64 Meter hoch.

Der Landwind Fashion sollte Europa erobern und damit für gute Absatzzahlen außerhalb von China sorgen. Das optisch ansprechende Fahrzeug wird in seiner Heimat mit zwei Benzin-Motoren ausgeliefert: Ein 1,6 Liter Motor mit 98 PS sowie ein 2,0 Liter mit 139 PS sorgen für ausreichend Power.

Jiangling Geländewagen soll Euro IV schaffen
Zum Deutschland-Start fuhr der JMC Landwind noch auf Basis der Euro III-Norm mit einer Sondergenehmigung. Ab 2007 sollte er jedoch Euro IV schaffen. Darum kümmerten sich TÜV-Mitarbeiter direkt im Werk in China, wenig später war auch ein Facelift geplant und die Fahrgastzelle sollte stabiler werden. Alleine in Deutschland waren für 2006 bis zu 5000 verkaufte Landwind-SUVs geplant.

JMC Landwind bestand neuen Crash-Test
Der TÜV testete den X6-Geländewagen und das Ergebnis war schließlich positiv: Der Landwind bietet damit offenbar eine ausreichende Sicherheit für die Insassen.

Allgemeine Infos zum Jiangling Landwind 
Der Geländewagen aus China JMC Landwind ist zum Top-Preis erhältlich. Das SUV sollte den europäischen Markt aufmischen. Zum Schnäppchenpreis gibt es Auto, das ein Nachbau des Opel Frontera ist und Motoren von Isuzu bzw. Mitsubishi verwendet. Sogar Klimaanlage, Alufelgen, CD-Radio und Leder sowie zwei Jahre Garantie werden geboten.

Während das enorme Interesse am JMC Landwind auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt enorm war, veröffentlichte der Autofahrerclub ADAC die Ergebnisse eines Crash-Tests mit dem China-SUV.

Der niederländische Autohändler und Rallye-Pilot Peter Bijvelds hat sich die Importrechte für 27 europäische Länder gesichert und sorgte dafür, dass die Autos von Jiangling auch zu uns kamen.

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