USB-Harddisks im Test: Eine preiswerte Festplatte wie das Hitachi Simple Drive III im Review

Günstige USB 2.0 Festplatten im Quer- oder Hochformat unterschiedlichster Hersteller im Überblick

Längere Zeit sind die Festplattenpreise gesunken, dann kam es durch die Flutkatastrophe in Thailand, dem zweitgrößten Harddisk-Exporteur nach China, zu einem Stopp dieser Entwicklung. Es sollte lange dauern, bis wieder Bewegung in den Markt kam. Erschwerend wirkte sich auch aus, dass sich mehrere Produzenten zusammenschlossen bzw. ihre Tätigkeit einstellten.

Inzwischen geht die Entwicklung wieder in eine – für die Kunden erfreuliche – Richtung. Denn die Festplatten sind inzwischen erneut auf einem attraktiven Preisniveau angekommen. Insofern sollte man nicht zögern und in diese Speichergeräte investieren. Schließlich sind gerade Backups enorm wichtig: Vielleicht hatten Sie noch nie Schwierigkeiten mit einem defekten Laufwerk oder einem gefährlichen Virus, doch es gut zu wissen, dass man in so einem Fall eine Kopie der wichtigen Daten hat. Gerade berufliche Dokumente, private Fotos oder ähnliches sollte man zusätzlich gesichert haben.

Externe Festplatten gibt es in allen nur denkbaren Formen und Größen
Externe Festplatten gibt es in allen nur denkbaren Formen und Größen

Während früher interne Festplatten deutlich günstiger als externe waren, spielt es in Sachen Speicherkapazität inzwischen keine Rolle mehr, wofür man sich entscheidet. Meistens lohnt es sich nicht, selbst selbst Hand dazulegen und eine USB-Harddisk zusammenzuschrauben. Anders sieht es in Sachen Geschwindigkeit aus: Fix in einen Desktop-Rechner eingebaute Harddisks sind nach wie vor etwas schneller als externe Lösungen. Wenn man aber nicht unbedingt ständig viele Daten kopiert, merkt man das kaum. Außerdem gibt es ausgesprochen praktische Gehäuse und Docking-Stationen für USB 3.0, die man nutzen kann. Auch Firewire- oder Thunderbolt-kompatible Varianten sind verfügbar, allerdings hat sich USB im Lauf der letzten Jahre durchgesetzt und ist in dieser Hinsicht die verbreitetste Schnittstelle geworden.

Übrigens gibt es externe Festplatten in unterschiedlichen Größen: Nämlich als billigste Variante, nämlich in Form einer konventionellen 3,5-Zoll-Disk, wie man sie normalerweise in Desktops nutzt. Außerdem gibt es die von Notebooks bekannten Formate 2,5 und sogar 1,8 Zoll, wobei man heute nicht mehr nur normale, mechanische Harddisks erstehen kann, sondern auch die schnellen aber leider teuren SSDs. Für kleinere Datenmengen bzw. Backups sind durchaus auch größere USB-Sticks einsetzbar.

Der Vorteil der von ihrer Baugröße her kleineren Festplatten liegt in der Tatsache, dass sie normalerweise ohne zusätzliche Stromversorgung, also ein Netzteil, auskommen und nur per USB mit Energie versorgt werden. Abhängig vom jeweiligen Computer ist diese Lösung aber unter Umständen nicht ideal, denn manche Motherboards liefern die dafür nötige Spannung nur sehr unzuverlässig, was zu Störungen im Betrieb oder sogar zu einem technischen Defekt an der Platte führen kann.

Mittlerweile sind Harddisk normalerweise mit 500 bis vier Terabyte üblich bzw. erschwinglich. Eine genaue Übersicht der aktuellen Bestseller gibt es ständig aktualisiert bei Amazon.

Die bekanntesten Marken sind Samsung, Western Digital, Hitachi, Seagate oder Toshiba. Darüber hinaus werden unter zahlreichen Labels Festplatten verkauft, inzwischen gibt es aber aufgrund der Marktbereinigung nur mehr wenige Hersteller.

Das Hitachi Simple Drive III im Test

Im Winter 2009/2010 kam mit dem Hitachi Simple Drive III eine besonders preiswerte externe Festplatte auf den Markt, die beispielsweise als 1 TB Variante für etwa 70 Euro die Rechner vieler Computerbesitzer ergänzte. Die im Hochformat montierte Harddisk verfügt über ein schnelles Innenleben mit 7200 Umdrehungen pro Minute und 32 MB Cache-Speicher. Das Aluminiumgehäuse mit Plastikfuß macht einen durchaus zufriedenstellenden Eindruck und die blaue Status-LED gibt gut sichtbar über den aktuellen Einsatz der Festplatte Auskunft.

Selbstverständlich muss nach dem Öffnen der Verpackung nur die Platte an den PC angesteckt werden, schon wird sie erkannt. Im Lieferumfang befinden sich übrigens alle nur erdenklichen Steckeradapter, sodass die Harddisk sogar praktisch in aller Welt verwendet werden könnte. Wie bei den meisten Vertretern der USB-Gattung gibt es keinen Power-Button (mehr), die Steuerung erfolgt also ausschließlich über den Computer. Falls man einen längeren Standby-Betrieb verhindern möchte (also wenn man die Festplatte nicht braucht bzw. der Rechner komplett ausgeschaltet ist), lohnt sich die Anschaffung einer Steckdose mit Netzschalter, denn auch im Ruhemodus genehmigt sich das Gerät etwas Strom. Im Betrieb fallen vergleichsweise geringe 4-6 Watt an, obwohl man eine recht leistungsfähige Hardware besitzt. Nicht zuletzt aufgrund der Hochkant-Bauweise benötigt das Hitachi Simple Drive III wenig Platz und wird selbst bei dauerhaften Betrieb (etwa dem Auspielen eines Backups) nicht sonderlich warm. Was teilweise auffällt, ist das etwas hochfrequente, surrende Schreib-/Lese-Geräusch, dieses ist zwar hörbar aber sicherlich nicht besonders störend. Je nach Aufstellungsort dürfte die heftig blinkende blaue Beleuchtung wahrscheinlich sogar mehr stören. Die lüfterlose Konstruktion überzeugt auf jeden Fall insgesamt und besonders dann, wenn man den Schnäppchen-Preis mit einkalkuliert.

Das beigelegte USB-Kabel könnte vielleicht noch etwas länger sein, beim Trennen vom Computer sollten man übrigens unbedingt aufgrund der hohen Festplattendrehzahl die Funktion „Hardware sicher entfernen“ von Windows benutzen, denn sonst läuft man schnell Gefahr, einen Datenverlust bzw. Defekt zu riskieren, wenn man die Verbindung zu früh löst.

Unser Test-Fazit: Die Hitachi Simple Drive III USB-Festplatte ist eine günstige und zugleich zuverlässige Speichervariante. Wer nicht gerade ganze Harddisk-Türme aufbauen will (was beim Hochformat etwas schwierig ist), kann getrost zugreifen. Erhältlich sind die Modelle praktisch überall im Elektrohandel bzw. bei den Online-Versendern wie Amazon.de.

Externe Festplatten im Trend

Heute gibt es eine große Anzahl von externen Festplatten, die per USB oder Firewire an den Computer angedockt werden. Der Vorteil: Man kann damit problemlos Daten speichern, ohne dass man dafür den Rechner zerlegen muss und eventuell die Garantie verliert. Viele PCs sind darüber hinaus mittlerweile als Nettops oder Mini-Computer so ausgelegt, dass man sie gar nicht so einfach um eine zusätzliche Harddisk „bereichern“ kann. Darüber hinaus sind externe Festplatten vielfach gleich teuer oder (obwohl man das eigentlich gar nicht glauben kann) sogar billiger als interne. Beim Kauf sollte man grundsätzlich darauf achten, dass ein genormter Netzstecker vorhanden ist: Falls nämlich das Original-Teil irgendwann einmal den Geist aufgibt, kann man mit einer günstigen Universalstromversorgung weiterarbeiten und braucht nicht viel Geld für anderweitigen Ersatz auszugeben.

Unser Tipp: Externe Festplatten von Hitachi, Samsung, Western Elements und weiteren Herstellern gibts günstig bei Amazon. Dort finden Sie auch interne Harddisks und jede Menge weiteres Computerzubehör.

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