Haswell-Notebook im Test: Das Apple MacBook Air 11,6 Zoll (Mid 2013 – MD711D/A) im ausführlichen Review

Apple ist seit jeher für eine perfekte Kombination von Design und Technik bekannt. Das gilt im Besonderen auch für das aktuelle MacBook Air, das in zwei Größen angeboten wird. In unserem Test möchten wir uns das kompakte 11,6 Zoll-Modell näher ansehen. Konkret handelt es sich um das MacBook Air MD711D/A, also die Ausgabe Sommer 2013. Es besitzt einen Intel Core i5-4250U-Prozessor, die neue Intel HD 5000 Grafik und kommt in der kleinsten Variante mit 4 GB RAM und einer 128 GB SSD.

Das MacBook Air 11,6 Zoll wird von Apple in seinem Onlinestore für 999 Euro verkauft. Im freien Handel (zum Beispiel bei Amazon.de) bekommt man es etwa 50 bis 100 Euro günstiger. Traditionell gibt es bei den Computern des Unternehmens ja eine Diskussion um den Preis, denn den Kaliforniern haftet nach wie vor ein Luxusimage an. Das ist sicherlich in manchen Bereichen begründet, doch beim Großteil der Macs bezahlt man eigentlich gar nicht mehr, als man aufgrund der verwendeten Komponenten hinblättern müsste.

Insgesamt bietet Apple bei den MacBooks einen fairen Preis, der sich gar nicht so gravierend von anderen Herstellern unterscheidet und trotzdem gibt es nützliche Programme gratis dazu.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang nämlich die Feststellung, dass man bei Apple jedoch nicht nur für die Hardware bezahlt, sondern man erhält auch noch ein nahezu vollständiges Software-Paket für alle Lebenslagen dazu. Gemeint ist damit nicht nur Safari als Web-Browser oder iTunes für die Musikwiedergabe. Vielmehr besteht der Lieferumfang jedes neuen Mac mit OS X aus iWorks und iLife. Damit ist man für viele Einsatzzwecke sehr gut ausgerüstet.

Im ausführlichen Review: Das Apple MacBook Air 11,6 Zoll (Mid 2013 – MD711D/A)
Im ausführlichen Review: Das Apple MacBook Air 11,6 Zoll (Mid 2013 – MD711D/A)

iWorks bietet das DTP- und Textverarbeitungsprogramm Pages, die Präsentationssoftware Keynote und die Tabellenkalkulation Numbers. Das zweite Paket firmiert unter der Bezeichnung iLife und besteht aus der umfassenden Musiksoftware GarageBand, dem für den Heimbereich entwickelten Videoschnittprogramm namens iMovie und der Bildbearbeitung bzw. -verwaltung iPhoto. Sehr praktisch ist, dass diese Software perfekt mit ihren Pendants auf iOS, also den iPhones oder iPads, harmoniert. Dort bekommt man diese Programme übrigens auch kostenlos, wenn man die Geräte kauft.

 

Hier ein Video, das Ihnen das Unboxing, die Erstinstallation und Tipps rund um das hier vorgestellte MacBook Air zeigt:

 

Das MacBook Air 11,6 von Apple in der Praxis

Leicht und als ständiger Begleiter ideal: Das MacBook Air 11.6"
Leicht und als ständiger Begleiter ideal: Das MacBook Air 11.6″

Früher stand das kleine MacBook Air etwas im Schatten seiner größeren Brüder, denn es war so etwas wie die abgespeckte Minimalversion der 13,3-Zoll-Ausführung, die Mitte 2013 in der insgesamt siebten Auflage erschienen ist. Gleichzeitig kam aber die vierte Generation der 11,6-Zoll-MacBooks heraus. Sie ist nun prinzipiell gleich ausgestattet und die Air-Modell unterscheiden sich nun praktisch nur noch durch die Display-Größe. Diese Laptops besitzen übrigens immer noch kein Retina-Display mit höchster Auflösung, dafür wurde aber die Akkulaufzeit im Vergleich zu den Vorgängern bei etwas gesteigerter Leistung deutlich verlängert. Gerade die neuen Schnittstellen für die SSD-Laufwerke und die aktualisierte Grafik (Intel HD 5000) bringen ein Plus an Rechenpower. Je nach Einsatzzweck reicht der eingebaute, nicht auswechselbare Akku übrigens selbst beim kleinen MacBook Air für einen ganzen Tag (rund neun Stunden), beim 13,3 Zoll-Laptop sind es etwa 12 Stunden.

Apropos Retina-Display: Die Auflösung beträgt 1366 × 768 Bildpunkte und liegt damit – aufgrund des Bildschirms mit einer Diagonale von 11,6 Zoll – etwas höher als bei den 13,3-Zoll-Notebooks von Apple. Die Pixeldichte beim kleinen Air beträgt 135 dpi, was ziemlich genau jener der ersten iPad-Generation entspricht. Bei den größeren Modellen mit konventioneller Anzeige hat man dagegen nur 128 dpi (MacBook Air 13,3 Zoll mit 1440 x 900 Pixel) bzw. lediglich 113 dpi (MacBook Pro 13,3 Zoll mit 1280 x 800 Pixel). In Summe erscheint das Display beim kleinen Air also durchaus schärfer als bei den anderen Apple-Laptops ohne Retina-Technik.

Trotzdem gibt es einen Wermutstropfen: Das ist der Blickwinkel. Während die Lesbarkeit des Displays seitlich in Ordnung geht, spielt die Neigung der Anzeige eine große Rolle. Hier bieten andere Hersteller in dieser Gerätekategorie durchaus bessere Leistungen.

Das kleinste MacBook ist selbst großen Aufgaben gewachsen
Das kleinste MacBook ist selbst großen Aufgaben gewachsen

Ansonsten geht die Technik beim nur 1.08 Kilo schweren Notebook mehr als in Ordnung. Der mit 1,3 GHz getaktete i5-4250U Dual-Core-Prozessor mit 3 MB on-chip L3 Cache ist für die meisten Aufgaben mehr als ausreichend. Alternativ gibt es einen 1,7 GHz Dual-Core i7 mit 4 MB on-chip L3 Cache in Gestalt des i7-4650U. Er ist – je nach Anwendungsbereich 10 bis 20 Prozent – schneller als der i5. In der Praxis wird man das aber nur bei rechenintensiven Aufgaben, etwa beim Rendern von Videos in Full-HD oder höher spüren. Allerdings wird man für solche Zwecke grundsätzlich eher auf ein leistungsfähiges MacBook mit Retina-Display, und hier vor allem auf die 15,4-Zoll-Geräte, setzen. Sie kosten zwar etwa das Doppelte, sind aber ungleich stärker. Allerdings fällt bei so großen Notebooks ein durchaus wichtiger Pluspunkt des 11,6-Zoll MacBook Air anders ins Gewicht: Nämlich die Möglichkeit, den Computer immer dabeizuhaben, ohne dass man sich einen Bruch hebt. Schließlich bringt selbst die neueste Generation der MacBooks vom Herbst 2013 mit Haswell-Architektur noch rund 2 Kilo bzw. 1,6 Kilo auf die Waage. Das ist spürbar mehr als beim kleinen MacBook Air. Außerdem brauchen die großen Apple-Notebooks mehr Platz in der Tasche, was man auch nicht unterschätzen sollte.

Unser Test-Fazit zum MacBook Air 11,6″ Mid 2013

Testurteil Apple MacBook Air 11.6 Inch - Mid 2013 - MD711DASubnotebooks gibt es mittlerweile einige auf dem Markt. Und wie man an ihrem Design sieht, stand oft das MacBook Air dafür Pate. Das ist kein Wunder, denn das erstklassig gestaltete Gehäuse mit Aluminium Unibody und dem leuchtenden Apple-Logo auf der Rückseite hat Maßstäbe gesetzt. Es ist seit Jahren nahezu unverändert und von der Tastatur bis hin zu den Anschlüssen erhält man hier eine stimmige Mischung. Für manche Computerbesitzer wird auch das 16:9-Display mit 29,46 Zentimeter Diagonale ein Kaufgrund sein, denn damit kann man entsprechend formatierte Filme oder Serien ohne störenden Rand genießen. Andere Notebooks des Herstellers besitzen stattdessen eine 16:10-Anzeige.

Positiv fällt bei Macs ja immer die recht rasche Erstinstallation auf, die auch für Computerlaien kein Problem darstellt. Man muss auch nicht lange irgendwelche Programme herunterladen, um Grundfunktionen zu nutzen – alles ist bereits im Lieferumfang enthalten. Traditionell verzichten die meisten Apple-User auf einen Virenschutz, da man auf diesem System nur selten mit  gefährlichen Bedrohungen von Außen konfrontiert ist.

Für wen ist das MacBook 11,6-Zoll ideal?

Dieses Notebook ist perfekt für jeden, der mobil arbeiten möchte. Wer das MacBook Air als Möglichkeit für Entertainment-Zwecke sieht, etwa für den passiven Konsum von Inhalten oder als Gaming-Plattform, sollte eher zu einem Apple-Tablet greifen. Egal ob man ein iPad Air oder Mini kauft, diese Geräte besitzen ein ausgezeichnetes Display und sind noch etwas intuitiver zu bedienen. Dafür ist es mühsam, wenn man mit einem Tablet konventionelle Aufgaben ausüben möchte: Mails und Texte schreibt man perfekt auf der Tastatur des MacBooks, was auf dem iPad mit dem Bildschirm umkomfortabel ist. Wer das Apple-Tablet mit einem externen Keyboard einsetzt, erweitert zwar die Einsatzmöglichkeiten und verbesserte die Ergonomie. Doch gleichzeitig hat man dann eine Kombination, die nahezu so schwer ist wie ein kleines MacBook Air selbst. Sehr gut gelöst ist bei den Apple Notebooks auch die Bedienung über das Trackpad, das zahlreiche Wischeffekte etc. wie beim iPad besitzt.

Ein Mac für eingefleischte Windows-User?

Viele Computer-Benutzer scheuen einen Umstieg auf Mac OS, weil ihnen das Umgewöhnen auf ein neues Betriebssystem zu kompliziert erscheint. Großartig ist in dieser Hinsicht, dass Apple eine Internet-Wiederherstellung anbietet und man selbst bei vollständig formatierter Harddisk das gesamte Betriebssystem einfach ohne jeglichen Datenträger oder die Eingabe eines Product-Keys herunterladen kann. Ansonsten haben sich Apple und die Windows-Fraktion in Wahrheit schon sehr angenähert. Und die Unterschiede verhalten sich etwa so wie jene zwischen iOS und Android bei den Smartphones: Tastenkombinationen sind nahezu identisch, wobei man bei Mac OS einfach den „Command“-Button statt „STRG“ verwendet. Nur das @-Zeichen findet man auf dem Apple-Keyboard woanders. Sonstige Unterschiede zwischen den Systemen liegen im Bereich von Details, die man aber relativ rasch kapiert. Übrigens lässt sich Windows verhältnismäßig einfach auf einem Mac als alternatives Betriebssystem über das Bootcamp oder Parallels installieren und läuft hier sogar stabiler als auf vielen herkömmlichen Computern.

Die (scheinbaren) Nachteile des MacBook Air

Das einzige, was man als Minuspunkt bei dem Mini-Laptop von Apple anmerken könnte, ist das Fehlen mancher Schnittstellen, für die einfach kein Platz vorhanden war. So fehlt beim Air ein HDMI-Anschluss ebenso wie eine Netzwerkbuchse. Dafür gibt es aber USB 3.0 und das vielseitige Thunderbolt. Mit entsprechenden Adaptern bzw. passender Peripherie schafft man es aber, eine Vielzahl von externen Geräten zu nutzen. Genaue Informationen dazu finden Sie übrigens in einem ausführlichen Artikel zum Thema MacBook-Zubehör hier auf nurido.eu, wo wir Ihnen erklären, wie Sie einen externen Bildschirm ebenso nutzen können wie einen Blu-ray-Brenner.

Im Zusammenhang mit den Notebooks von Apple fällt nur eines auf: Leider gibt es keine Ausführungen mit integriertem Mobilfunk-Modem. Man ist alleine auf WLAN oder ein Kabel angewiesen, um damit eine Verbindung mit dem Internet herzustellen. Wie praktisch wäre es doch, wenn man einfach eine SIM-Karte in den Computer stecken könnte und man damit völlig ungebunden wäre? Stattdessen muss man immer nach einer funktionierenden Drahtlosverbindung suchen, einen Netzwerkanschluss zur Verfügung haben oder man „pairt“ sich zum Beispiel mit einem iPhone, um ins Web zu kommen.

Unser Tipp: Das MacBook Air und weitere Computer sowie jede Menge Zubehör können Sie günstig bei Amazon.de bestellen. Hier gibt es von Taschen und Ladegeräten bis zu verschiedensten Adaptern alles, was man benötigt.

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