Autoersatzteile: Müssen es teure Originale sein oder genügt auch ein Nachbau?

Viele Menschen müssen beim Thema Auto sehr aufs eigene Budget schauen und dürfen nicht zu viel ausgeben. Denn der Alltag als KFZ-Besitzer ist im Normalfall schon teuer genug: Versicherung, Steuern, Bezinkosten und nicht zu vergessen die laufende Wartung für den fahrbaren Untersatz belasten doch ganz ordentlich. Vorallem dann, wenn das Auto auch noch auf Pump gekauft wurde, weil das Barzahlen einfach nicht drin war und eine monatliche Kredit- bzw. Leasing-Rate abgestottert werden muss.

Was passiert aber, wenn man plötzlich mit einer größeren Reparatur konfrontiert ist und man dabei schauen muss, dass diese nicht zu hoch ausfällt? Schließlich verlangen Fachwerkstätten mit unter viel Geld, wenn Teile eingebaut werden müssen, die für die Sicherheit unbedingt nötig sind. Dabei stellt sich die Frage: Müssen es Originale sein oder kann man zu einer günstigeren Alternative greifen?

Müssen es bei Autos Originalteile sein oder reicht auch etwas aus dem Nachbau-Bereich?
Müssen es bei Autos Originalteile sein oder reicht auch etwas aus dem Nachbau-Bereich?

Eines ist klar: Wenn das Fahrzeug gängig ist, gibt es in der Regel einen großen Markt an Ersatzteilen, die verwendet werden können und vielleicht überhaupt nicht schlechter sind als die Erstausstattung des Herstellers. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass man aber nicht auf 08/15-Ware aus Fernost setzt, die möglicherweise qualitativ schlecht ist. Beispielsweise bei Felgen kommt es in letzter Zeit immer wieder vor, dass optisch perfekt kopierte Räder bei uns auf den Markt gelangen. Sie sehen wirklich wie Originale aus, bergen aber ein großes Sicherheitsrisiko in sich, denn immer wieder brechen die Felgen während der Fahrt, was zu schweren Unfällen führen kann.

Wer allerdings Nachbauteile bei einem seriösen Händler ersteht, geht grundsätzlich kein Risiko ein, sofern sie die vorgesehenen Prüfzeichen aufweisen.

Aber: Wer ein Importauto fährt, dem macht es der Gesetzgeber übrigens gar nicht so leicht, denn hier muss man beim Einbau von Ersatzteilen besonders aufpassen, schließlich gelten hier Sondervorschriften, die eigenhalten werden müssen.

Und es gibt noch etwas Kurioses zu beachten, wenn man Ersatzteile für den Wagen kaufen muss: Nicht selten sind Produkte von Drittanbietern sogar besser. Etwa so manche Batterie oder Lampe für die Scheinwerfer übertrifft das, was der Hersteller bislang verbaut. Hier ist selbstverständlich Vorsicht angebracht, denn bei einer falschen Verwendung könnte die Gewährleistung für den Wagen ein Problem darstellen. Jedoch gibt es namhafte Produzenten von Autoteilen, die spezielle Artikel für die Nachrüstung im Sortiment haben, die entweder günstiger als das Original oder eben leistungsfähiger sind. Darauf sollte man also wirklich einen Blick werfen und nicht automatisch das kaufen, was in der Fachwerkstatt routinemäßig verbaut wird.

Leider ist das Autothema ein sehr komplexes und für Laien nur schwer durchschaubar. Deshalb lohnt es sich unter Umständen, mit einem unabhängigen Experten zu besprechen, etwa bei einem Autofahrerclub oder in einer freien Werkstatt. So spart man sich unter Umständen einiges an Geld, das man sicherlich anderweitig braucht. (Foto: Pixabay.com/Public Domain)