Frühentwicklung – Diese Aktivitäten helfen Ihrem Kind von Anfang an

Kinder lernen – hingegen dem Gerücht – nicht besser als Erwachsene, sie lernen aber anders. Und weil sie eben von Grund auf anfangen müssen, lernen sie eine Menge in einem relativ kurzen Zeitraum. Ein Säugling kann nach der Geburt zwar Gefühle wie Hunger oder Schmerz verspüren, ansonsten ist der Säugling jedoch noch wie ein leeres Buch, was in den Folgejahren mit Wissen, Erkenntnissen und Fähigkeiten gefüllt wird. Kein Wunder also, dass die Entwicklung ab der Geburt rasant voranschreitet und das Kind augenscheinlich viel lernt – mehr als jeder Erwachsene in derselben Zeitspanne (klicken Sie hier für mehr Informationen).

Tatsächlich sind diese frühen Jahre unglaublich wichtig. Sie legen die Grundlage für das spätere Leben und Lernen. 

 

Ohne Frühentwicklung geht’s nicht

Man kann sich das in etwa so vorstellen: Wer nicht von 1-20 zählen kann, der wird große Schwierigkeiten haben, 3 und 3 zusammen zu rechnen, da die Vorstellung davon fehlt, was 3 bedeutet. Die Schule und im Grunde alles, was wir lernen, baut stets auf einem vorher etablierten Grundwissen auf. Wer in eine Tanzstunde kommt, muss sich zunächst einmal aufwärmen und dehnen und wissen, was ein Sprung ist, bevor der Spagatsprung überhaupt geübt werden kann.

Bevor es also in die Schule geht, muss diese Grundlage geschaffen werden. 

 

5 Phasen der Frühentwicklung

Das frühe Lernen ist in 5 wichtige Gruppen von Fähigkeiten unterteilt, die alle gleich wichtig und voneinander abhängig sind.

Die kognitiven Fähigkeiten lassen uns logisch denken, Probleme lösen und die richtigen Fragen stellen. Die physischen Fähigkeiten, die uns nicht nur zu Sportlern machen, sondern auch so einfache Dinge wie einen Stift in der Hand zu halten ermöglichen. Die sozialen/emotionalen Fähigkeiten erlauben es uns, Freunde zu finden, in Gruppenarbeiten zu funktionieren, unsere Gefühle zu verstehen und ein gesundes Selbstbewusstsein aufzubauen. Die sprachlichen Fähigkeiten sind dafür da, uns untereinander zu verständigen und die Eigenverantwortlichkeit sorgt dafür, dass wir für uns selbst sorgen können.

Und wie können wir diese Fähigkeiten nun schulen?

 

Kognitiv

Kinder lieben es, Fragen zu stellen. Beantworten Sie diese nicht nur, stellen Sie ruhig einmal eine Gegenfrage, um Ihr Kind zum selber denken anzuhalten. Geht es um Spiele, suchen Sie nach visuellen Spielen, bei denen es gilt, Muster zu erkennen und Dinge logisch zuzuordnen. Ein schöner Weg, die kognitiven Fähigkeiten zu schulen, ist auch das Beschriften von Dingen. Wenn Ihr Kind malt, können Sie beispielsweise die Dinge im Bild benennen (“Haus”, “Hund” etc.). Auch seinen eigenen Namen lernt Ihr Kind am besten, wenn es ihn geschrieben sieht und wiedererkennen kann. Wie wäre es zum Beispiel damit, den Kindergartenrucksack mit dem Namen Ihres Kindes zu versehen und so Ihrem Kind spielerisch beizubringen, seinen Namen zu lesen? Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist auch, dass der Rucksack nie wieder verloren geht!

 

Physisch

Der benachbarte Spielplatz bietet oft schon, was man braucht. Hier noch auf einen Baum geklettert oder das Besteck selbst festgehalten und die physischen Fähigkeiten sind auf dem besten Weg. Für Zuhause gibt es Geschicklichkeitsspiele für die Feinmotorik und viele Ballettschulen und Sportvereine bieten kostenfreie Probestunden für 3-4 Jährige.

 

Sozial/emotional, sprachlich & eigenverantwortlich

Kinder haben jede Menge Emotionen. Und das ist auch gut so. Diese gilt es zu verstehen, zu kontrollieren und auszudrücken. Hier kommen die letzten drei Fähigkeiten auch schon zusammen. 

Lesen Sie Ihrem Kind regelmäßig vor und ermutigen Sie es zu vollständigen Sätzen. Zeigen Sie Ihrem Kind Ihre Liebe und Ihren Respekt offen und seien Sie ein gutes Vorbild. Ein geborgenes Kind kann sehr viel einfacher Selbstbewusstsein aufbauen und damit auch eigene Verantwortung übernehmen. Und natürlich schult auch das bereits erwähnte Spielen mit anderen Kindern im Sportverein. Aber wie gesagt: Personalisierten Kindergartenrucksack nicht vergessen!