Berufsunfähigkeitsversicherung – Darum ist sie wichtig

In Deutschland ist jeder Vierte im Laufe seines Lebens von Berufsunfähigkeit betroffen. Das Risiko berufsunfähig zu werden, ist nicht auf bestimmte Berufsgruppen beschränkt. Um die eigene Arbeitskraft finanziell abzusichern, gibt es die private Berufsunfähigkeitsversicherung.

1. Das ist Berufsunfähigkeit
Berufsunfähigkeit bedeutet, dass man seinen aktuell ausgeübten Beruf nach einem Unfall oder wegen einer Krankheit nicht mehr ausüben kann. Und das für einen Zeitraum, der länger als 6 Monate dauert. Wenn zum Beispiel ein Steuerberater nach einem Schlaganfall nicht mehr im Büro arbeiten oder nicht mehr mit Klienten reden kann, ist er berufsunfähig. Oder ein Dachdecker kann nach einem Sturz von der Leiter nicht mehr schwer heben und auf Dächer klettern.

2. Viele können von Berufsunfähigkeit bedroht sein
Viele Menschen denken, das Risiko berufsunfähig zu werden, beträfe nur bestimmte Berufsgruppen wie etwa körperlich schwer arbeitende Bauarbeiter. Doch das stimmt nicht. Die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit sind mit 31 Prozent psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen sowie mit 22 Prozent Erkrankungen des Skelettes und des Muskelapparates, zum Beispiel ein Bandscheibenvorfall oder eine Arthrose. Also auch wer einen Bürojob hat, als Programmierer oder als Ingenieur arbeitet, kann von Berufsunfähigkeit betroffen sein. Bestimmte Berufsgruppen sind öfter betroffen als andere. Wer viel Verantwortung besitzt und Druck im Job aushalten muss, hat ein besonders hohes Risiko. Aber auch Unfälle in der Freizeit können dazu führen, dass man nicht mehr arbeiten kann.

3. Die staatliche Unterstützung reicht nicht
Als staatliche Absicherung im Fall des Verlustes der Arbeitskraft gibt es die Erwerbsminderungsrente. Dabei handelt es sich um eine monatliche Rente, welche die gesetzliche Rentenversicherung zahlt. Allerdings fällt diese sehr gering aus und reicht in den meisten Fällen nicht aus, um den Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Außerdem müssen einige Bedingungen erfüllt werden, um diese Rente überhaupt zu erhalten. So wird die Erwerbsminderungsrente nur gezahlt, wenn jemand gar keinen Beruf mehr ausüben kann, sprich “erwerbsunfähig” ist. Außerdem muss mindestens 3 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt worden sein. Diese Voraussetzung können insbesondere junge Menschen, die gerade mit einer Ausbildung beginnen oder im Studium sind, nur selten erfüllen.

4. So funktioniert eine private Berufsunfähigkeitsversicherung
Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sichert den Verlust der Arbeitskraft ab. Beim Abschluss der BU mit einem Versicherer wird eine monatliche BU-Rente vereinbart, die im Fall der Berufsunfähigkeit gezahlt wird. Dafür zahlt der Versicherte nach Vertragsabschluss an die Versicherung einen monatlichen Beitrag. Die Höhe des Monatsbeitrages hängt vom Alter, vom Gesundheitszustand und vom ausgeübten Beruf des Antragstellers ab. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die vereinbarte Höhe der BU-Rente. Generell gilt: Je jünger und gesünder jemand ist, desto geringer fallen die Beiträge aus.

Quelle: Getsurance

Klaus Fechner arbeitet in der Online-Redaktion des InsurTech-Startups Getsurance. Als Versicherungsportal gestartet, hat sich Getsurance auf den wichtigen Bereich der Lebensversicherungen spezialisiert und dazu die erste Online-Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung entwickelt. Gleichzeitig entwickelt das Unternehmen eigene modulare Versicherungsprodukte und informiert vor allem junge Kunden über Versicherungen mit fachlich fundierten Ratgebertexten. (Illustration: Pixabay.com/Public Domain)