Alone in the dark

Schauspieler, Rollennamen & Synchronsprecher
Christian Slater als „Edward Carnby“ – Sven-Jürgen Hasper
Tara Reid als „Aline Cedrac“
Stephen Dorff als „Cmdr. Richard Burke“
Frank C. Turner als „Sam Fischer“
Mathew Walker als „Prof. Lionel Hudgens“
Vorspannsprecher (und Trailer-Stimme) – Joachim Kerzel

Kurzinhalt „Alone in the dark“:
Der Film basiert auf dem Computerspiel-Klassiker „Alone in the dark“ und darin geht es um Edward Carnby (Christian Slater, Star aus „Hard rain“, „Very bad things“, „Murder in the first“ oder ganz früher zu sehen in „Der Name der Rose“), der als Ermittler versucht, paranormale Phänomene zu lüften. Als Junge wurde er (gemeinsam mit anderen Kindern) aus einem Waisenhaus entführt und von einem Wissenschaftler für Experimente missbraucht. Nun erwachen böse Kreaturen, die jeden töten, der ihnen in den Weg kommt. Gemeinsam mit seiner Freundin Aline (Tara Reid, bekannt aus „American Pie“ oder „Party-Alarm – Finger weg von meiner Tochter“) und einer Spezialeinheit will er die blutrünstigen Monster stoppen.

Filmkritik „Alone in the dark“:
Auf unseren Internetseiten werden Sie nur selten Kritiken von schlechten Filmen lesen, da wir ausschließlich gute Produktionen erwähnen wollen. Hier möchten wir Ihnen jedoch unseren Eindruck von „Alone in the dark“ wiedergeben. Regisseur Uwe Boll schafft es, drei gute Hauptdarsteller kaum ihren Fähigkeiten entsprechend einzusetzen und lästert im Audiokommentar zur DVD sogar noch über Tara Reid, die – aufgrund des dürftigen Drehbuchs – gar nicht wirklich zum Einsatz kam. Die Schauspielerin war übrigens erst in letzter Minute unter Vertrag genommen worden. Die Kommentar-Spur der DVD ist – nebenbei erwähnt – das Beste am Film, denn einerseits beschäftigt sich der Filmemacher mit seinen Hunden und andererseits läutet ständig sein Handy, wobei sogar die Gespräche mit aufgezeichnet wurden. Interessent wäre auch zu wissen, wie Uwe Boll sein Team dirigiert hat, denn sein Englisch ist wohl eher mittelmässig, was besonders bei der Aussprache des Filmtitels „Alone in SE dark“ auffällt. Wie auch immer: Uwe Boll liefert eine Computerspielverfilmung ab, die viel enttäuscht hat, denn die Handlung entspricht zum einen nicht dem Spiel, was die Game-Fans frustriert, und andererseits genügt die Story einem „normalen“ Zuseher nur kaum, weil einfach zu wenig Inhalt da ist, um damit 90 Minuten zu füllen.

Konkret fallen etliche Schwächen auf, die auf die schlechte Umsetzung zurückzuführen sind: Einerseits ist die erste Kampfszene am Beginn von „Alone in the dark“ relativ gut, man sieht aber, dass der Kopf von Christian Slater bei der Schlägerei nicht wirklich auf dem Boden aufschlägt, was durch einen richtigen Kamerawinkel nicht aufgefallen wäre. Dann gibt es eine völlig hektisch aussehende Sexszene zwischen Slater und Reid, die mit „7 seconds“ von Neneh Cherry krampfhaft romantisch unterlegt wurde, obwohl das Lied überhaupt nicht passt. Dann werden laufend irgend welche Leichen gezeigt und die übergroßen Salamander wüten ohne Plan. Besonders das plötzliche Verschwinden von Steven Dorff am Ende ist zu wenig dramatisch. Extrem dürftig sind leider gerade die letzten 20 Minuten des Films, wo praktisch überhaupt nichts mehr passiert und man nicht einmal ein Happy End präsentiert bekommt, was für die ersten gut 60 Minuten entschädigen würde. Der Film will sich aber scheinbar nicht vorwerfen lassen, ein kommerziell übliches Ende zu besitzen.

Das Produktionsbudget des Films betrug angeblich 15 Millionen Dollar, was eigentlich nicht auffällt, denn die Tricks sind grundsätzlich überzeugend und negativ fällt nur auf, dass die Hauptdarsteller in etlichen Action-Szenen relativ teilnahmslos herumgehen. Positiv wirkt auch die bombastische Orchester-Musik, die nicht ganz zu den Vorgängen im Bild passt. Viele Zuschauer haben „Alone in the dark“ als einen der schwächsten Streifen überhaupt eingestuft, weshalb er in der Internet Movie Database bereits seit vielen Jahren nur mit 2,3 von 10 Punkten von den Internetusern bewertet wurde und im Ranking der 100 schlechtesten Filmen überhaupt sogar auf Rang 46 gelandet ist.

Unser Fazit: „Alone in the dark“ ist wirklich kein Paradebeispiel eines guten Filmes und dürfte wohl nur einer eingefleischten Gemeinde von Uwe Boll-Fans gefallen. Möglicherweise können sich noch einige Metal-Freunde für den Film begeistern, denn wenigstens der Soundtrack ist gut. (Kritik: 2005-11-15 – Cover: Amazon.de)

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