Gilmore Girls: „Ein neues Jahr“ die Neuauflage 2016

Lange haben die Fans gewartet, am 25. November 2016 war es endlich soweit: Die legendären Gilmore Girls feierten ihr Comeback. Nicht im linearen Fernsehen, wo sie ab dem Jahr 2000 in 4:3 ausgestrahlt wurden, sondern in 16:9 und HD auf Netflix.

Das fiktive Städtchen Stars Hollow sieht in den vier 90-Minütern immer noch gleich aus wie vor Jahren. Kein Wunder: Ist es doch ein Set am Gelände der Warner Bros. Studios im kalifornischen Burbank. Bei genauem Hinsehen erkennt man die Häuschen auch in anderen Produktionen. Die Fassaden des von Insidern „Anywhere USA“ genannten Sets tauchen in „Ghost Whisperer“ ebenso auf wie in „Pretty Little Liars“. Und wer bei Luke’s Diner um’s Eck gehen würde, fände sich überraschenderweise vor der Fassade des County General-Krankenhausens wieder, in dem „Emergency Room“ angesiedelt war. Oder es ginge weiter zu typischen New Yorker Straßen, wie man sie in „How I Met Your Mother“ sieht. So viel zur Illusion und als kurzer Einschub.

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Doch zurück zum Thema: Amy Sherman-Palladino und ihr Mann Daniel haben also nach 153 Episoden die lange erwartete Fortsetzung des quirligen Mutter-Tochter-Gespanns produziert. Bereits im Vorfeld der Serie war klar, dass alle wichtigen Darsteller beim Revival dabei sein werden: Lorelai, Rory, Luke, Emily oder Lane plus Band. Auch Sookie alias Melissa McCarthy konnte – für einen nicht näher bekannten Betrag – zur Teilnahme überredet werden. Sie spielt inzwischen in der A-Liga der Hollywoodstars mit und casht bis zu 15 Millionen Dollar pro Film ab. McCarthy ist in der Mini-Serie nur kurz zu sehen, dafür erschlankt und vor allem weniger derb als sonst in ihren Produktionen.

Die Gilmore Girls gibt es zum Wiedersehen auf DVD
Die Gilmore Girls gibt es zum Wiedersehen auf DVD

Eine wichtige Person fehlte natürlich: Richard Gilmore, verkörpert von Edward Herrmann. Er verstarb im wirklichen Leben am 31. Dezember 2014 an einem Gehirntumor. Der Tod des Familienoberhauptes stand deshalb auch bei den vier neuen Filmen im Mittelpunkt. Alle Hauptdarstellerinnen, allen voran Lauren Graham, zeigten hier ausgezeichnete schauspielerische Leistungen, wenn es darum ging, Emotionen zu zeigen.

Für Insider der Serie gab es einige nette Details, etwa die Tatsache, dass endlich Mr. Kim auftauchte, der bislang nie gezeigte Vater von Lane. Oder die Anspielung auf die Maisstärke, die Rory in der ersten Staffel klaute. Carole King hatte mit „I feel the earth move“ einen Gastauftritt. Chris Eigeman tauchte wieder einmal auf dem Fernsehschirm auf. Sogar an den Hund Paul Anka wurde gedacht, der angeblich vom selben Tier verkörpert wurde, einem gewissen Sparky. Ein besonderes Highlight war auch jetzt wieder Sean Gunn alias Kirk, der dem Ganzen das gewisse Etwas gab.

Was bleibt von der Neuauflage: Einerseits natürlich schockierte Fans, die mit dem Ende des Vierteilers nicht zufrieden sind. Dieses schreit förmlich nach einer weiteren Fortsetzung. Andererseits handelt es sich bei „Ein neues Jahr“ sicherlich um eine der wenigen gelungenen Fortsetzungen einer Serie. Die großen Überraschungen blieben erwartungsgemäß aus, nur hätte man Rory mehr beruflichen Erfolg gewünscht. Doch mit den vier Filmen hat das Team der Gilmore Girls sicherlich alles richtig gemacht. Bloß die Sache mit der Leihmutterschaft war etwas eigenartig … (Foto: Amazon.de)

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