Eurovision Song Contest-Siegerliste – Alle Gewinner des Musikwettbewerbs im Überblick

Musikwettbewerbe gibt es viele, doch der größte der Welt ist der Eurovision Song Contest. Dabei handelt es sich heute nicht mehr um eine angestaubte Veranstaltung für Schlagerfans, sondern um ein modernes Pop- und Rock-Festival mit gigantischer Show und (zumindest vor dem Sendetermin) großem Echo für die teilnehmenden Künstler. Doch nach der Preisvergabe verschwinden viele Sängerinnen und Sänger mehr oder weniger gänzlich von der Bildfläche und das gilt, selbst wenn sie – beim früher „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ genannten Event – gewinnen und damit den ersten Preis davontragen.


Songcontest2013Jedes Jahr gibt es einen relativ umfangreichen Auswahlprozess der Künstler und Künstlerinnen in den jeweiligen Ländern, wobei normalerweise das Publikum, eine Fachjury oder beide zusammen die Entscheidung treffen, wer dann bei der praktisch auf dem ganzen Kontinent ausgestrahlten Live-Sendung auftreten soll, um die eigene Fahne hochzuhalten.

Der Song Contest 2015 in Wien

SongContestVienna2015Die österreichische Metropole, die durchaus als Welthauptstadt der Musik gilt, bietet natürlich für ein Event dieser Größenordnung genau das richtige Ambiente. Außerdem ist durch den Life Ball weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt, dass hier ein sehr offenes Klima besteht.

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2015 war der Bewerb besonders spannend, denn lange Zeit während des Votings sah es so aus, als ob der russische Beitrag „A million voices“ von Polina Gagarina siegen würde. Hier das Video zu diesem großartigen Song:

In einer Aufholjagd schaffte es schließlich aber doch der Favorit an die Spitze und damit konnte Måns Zelmerlöw mit „Heroes“ zum insgesamt sechsten Mal für seine Heimat Schweden den Sieg holen.

Österreich ging mit den Makemakes (ebenso wie Deutschland mit Ann Sophie) wohl zu unrecht leer aus, denn der Song „I am yours“ hat sicherlich enormes Potenzial:

Der Song Contest als Karriere-Sprungbrett

Wohl die meisten Teilnehmer beim Song Contest träumen von einem Leben im Rampenlicht und einem Durchbruch, auf internationaler Ebene. Doch nur selten hat der Gesangswettbewerb wirklich einen nachhaltigen Effekt gehabt. Gute Beispiele in dieser Hinsicht sind ABBA oder Celine Dion, die vor ihrem Auftritt nur kaum bekannt waren. Und gerade das Scheitern vieler etablierter Sängerinnen und Sänger zeigt, dass die Uhren beim Song Contest anders ticken. So waren Cliff Richard, DJ Bobo oder die No Angels im Wettbewerb alles andere als erfolgreich.

EurovisionSongContestUnser Tipp: Alle Songs vom Eurovision Song Contest gibt es bei Amazon als CD und MP3-Download! Wobei sich für echte Fans durchaus eine Compilation anbietet, auf der man einen guten Überblick der teilnehmenden Musiker aus den unterschiedlichen Ländern bekommt. Übrigens sind die Hit-Sampler inzwischen auch als DVD erhältlich, man kann also die spannenden Momente der jeweiligen Shows ganz bequem nochmals daheim auf dem Fernseher miterleben, wenn man dies möchte.

Conchita Wurst siegt beim Song Contest 2014

Die Sensation war perfekt, als in der Nacht zum 11. Mai 2014 relativ bald klar war, dass Conchita Wurst mit deutlichem Abstand der Sieger sein wird. Niemand hatte wirklich damit gerechnet, dass Österreich nach fast fünf Jahrzehnten zum ersten Mal wieder gewinnen könnte. Conchita Wurst ist übrigens eine Kunstfigur, die vom österreichischen Sänger Thomas Neuwirth (geboren am 6. November 1988) dargestellt wird. Der Song Contest findet deshalb im Jahr 2015 in der Alpenrepublik statt. Er kostete den Veranstaltersender ORF und seine Partner wohl etwa 25 Millionen Euro. Als Austragungsorte haben sich mehrere Städte beworben, Wien ist aber – nicht zuletzt durch den Life Ball und die bekannt gute Infrastruktur – perfekt, um dieses Event über die Bühne gehen zu lassen. Als Location wurde die Stadthalle adaptiert und für das Finale am 23. Mai zurechtgemacht.

Leider konnte der großartige Udo Jürgens nicht mehr bei der großen Show dabeisein, da er überraschend kurz vor Weihnachten 2014 starb. Er hätte mit größter Wahrscheinlichkeit einen Auftritt beim 60. Wettsingen der Eurovision gehabt.


Hier der zum nochmals Nachsehen der Sieger-Song des ESC 2014 „Rise like a Phoenix“

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2014 fand der Song Contest übrigens in Dänemark statt. Moderiert wurde die gelungene Riesen-Show vom Trio Lise Rönne, Nikolaj Koppel und Pilou Asbaek. Letzterer ist einer der bekanntesten Schauspieler des Landes und wurde international durch seine Rolle in der Erfolgsserie „Borgen“ bekannt, wo er den Spin-Doctor der dänischen Premierministerin verkörperte.

Der Song Contest 2013

Der musikalische Wettbewerb fand im Jahr 2013 vom 14. bis 18. Mai statt und erstmalig seit vielen Jahren war wieder ein einzelner Präsentator im Einsatz, nämlich die Komikerin Petra Mede. Als Motto für den Song Contest wurde der Slogan „We are one“ ausgerufen. Für Deutschland waren Cascada mit „Glorious“ und für die Schweiz Heilsarmee mit „You and me“ im Rennen um den begehrten Siegertitel. 2013 entschied man sich in Österreich dafür, die bis dato relativ unbekannte Natalia Kelly zum Eurovision Song Contest nach Malmö (Schweden) zu schicken, um mit ihrem Song „Shine“ eine gute Platzierung zu erreichen, was sie aber nicht schaffte.

LoreenSong Contest-Siegerin 2012: Loreen aus Schweden

Sie galt bereits im Vorfeld als Favoritin und überzeugte dann am Abend der Show sämtliche Zuseher mit ihrer Darbietung und natürlich dem enorm kraftvollen Song „Euphoria“: Loreen sorgte dafür, dass ihr Siegertitel übrigens nicht nur zu einer Eintagsfliege wurde, sondern erfolgreich auf vielen Radiosendern in ganz Europa lief und noch immer ständig zu hören ist! Als besonderes Highlight konnte die talentierte Sängerin ihren Titel auch in der großen ZDF-Silvestershow vor dem Brandenburger Tor in Berlin performen und knapp vor Mitternacht die Stimmung so richtig einheizen, bevor die gut gelaunten Besucher mit dem Sound der legendäre Pet Shop Boys ins neue Jahr begleitet wurden. Sie haben übrigens mit „Winner“ ein Lied über den Song Contest geschrieben, das allerdings nie für eine Teilnahme an dem musikalischen Wettstreit gedacht war.

Österreich beim Song Contest

Leider ist die Heimat von W.A. Mozart vor dem Sieg von Conchita Wurst beim europäischen Musikwettbewerb jahrzehntelang nicht sonderlich erfolgreich gewesen und war teilweise sogar nicht einmal im Finale mit dabei. Seit 2011 setzt man aber – nicht zuletzt durch eine medienübergreifende Promotion im ORF – wieder auf die Möglichkeit, den Song Contest zu „rocken“, wie dies beispielsweise im TV-Programm ORF Eins und dem Radiosender Ö3 als Slogan verwendet wird. Trotz der Tatsache, dass seit 1999 (wieder) in einer beliebigen Sprache gesungen werden kann, schafften es die Teilnehmer aus der Alpenrepublik lange nicht, vor dem großen Publikum zu bestehen. Die in ihrer Heimat ungemein gehypten Trackshittaz legten mit ihrem brachialen „Woki mit deim Popo“ einen veritablen Bauchfleck hin, nachdem das wunderschön gesungene „The secret is love“ von Nadine Beiler ein Jahr zuvor wenig Beachtung fand. Wehmütig dachte man immer wieder an den jahrzehntelang einzigen ESC-Sieg von Udo Jürgens in den 60er Jahren zurück. Doch dann kam die Frau mit dem Bart …

Sämtliche Sieger des European Song Contest (ESC) im Überblick:

Neben dem Jahr, Titel sowie Veranstaltungsort finden Sie jeweils das Siegerland und den -titel sowie den Namen des erstplatzierten Interpreten!

  • ESC 1956 Gran Premio Eurovisione della Canzone Europea (Lugano, Schweiz): Schweiz Refrain Lys Assia
  • ESC 1957 Grand Prix Eurovision (Frankfurt am Main, Deutschland): Niederlande Net als toen Corry Brokken
  • ESC 1958 Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne (Hilversum, Niederlande): Frankreich Dors mon amour André Claveau
  • ESC 1959 Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne (Cannes, Frankreich): Niederlande Een beetje Teddy Scholten
  • ESC 1960 Eurovision Song Contest (London, Großbritannien): Frankreich Tom Pillibi Jacqueline Boyer
  • ESC 1961 Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne (Cannes, Frankreich): Luxemburg Nous les amoureux Jean-Claude Pascal
  • ESC 1962 Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne (Luxemburg, Luxemburg): Frankreich Un premier amour Isabelle Aubret
  • ESC 1963 Eurovision Song Contest (London, Großbritannien): Dänemark Dansevise Grethe & Jørgen Ingmann
  • ESC 1964 Grand Prix Eurovision (Kopenhagen, Dänemark): Italien Non ho l’età Gigliola Cinquetti
  • ESC 1965 Gran Premio Eurovisione della Canzone (Neapel, Italien): Luxemburg Poupee de cire, poupee de son France Gall
  • ESC 1966 Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne (Luxemburg, Luxemburg): Österreich Merci Cherie Udo Jürgens
  • ESC 1967 Grand Prix de la Chanson (Wien, Österreich): Großbritannien Puppet on a string Sandie Shaw
  • ESC 1968 Eurovision Song Contest (London, Großbritannien): Spanien La, la, la … Massiel
  • ESC 1969 Gran Premio de la Canción de Eurovision (Madrid, Spanien) – VIER SIEGER: Spanien Vivo cantando Salomé, Frankreich Un jour, un enfant Frida Boccara, Niederlande De troubadour Lenny Kuhr, Großbritannien Boom bang a bang Lulu
  • ESC 1970 Eurovisie Songfestival (Amsterdam, Niederlande): Irland All kinds of everything Dana
  • ESC 1971 Eurovision Song Contest (Dublin, Irland): Monaco Un banc, un arbre, une rue Séverine
  • ESC 1972 Eurovision Song Contest (Edinburgh, Großbritannien): Luxemburg Apres toi Vicky Leandros
  • ESC 1973 Concours Eurovision de la Chanson (Luxemburg, Luxemburg): Luxemburg Tu te reconnaitras Anne-Marie David
  • ESC 1974 Eurovision Song Contest (Brighton, Großbritannien): Schweden Waterloo ABBA
  • ESC 1975 Eurovision Song Contest (Stockholm, Schweden): Niederlande Ding-a-dong Teach-In
  • ESC 1976 Eurovisie Songfestival (Den Haag, Niederlande) Großbritannien Save your kisses for me Brotherhood of Man
  • ESC 1977 Eurovision Song Contest (London, Großbritannien): Frankreich L’oiseau et l’enfant Marie Myriam
  • ESC 1978 Concours Eurovision de la Chanson (Paris, Frankreich): Israel A-Ba-Ni-Bi Yizhar Cohen & Alpha Beta
  • ESC 1979 Eurovision Song Contest (Jerusalem, Israel): Israel Hallelujah Gali Atari & Milk and Honey
  • ESC 1980 Eurovisie Songfestival (Den Haag, Niederlande): Irland What’s another year Johnny Logan
  • ESC 1981 Eurovision Song Contest (Dublin, Irland): Großbritannien Making your mind up Bucks Fizz
  • ESC 1982 Eurovision Song Contest (Harrogate, Großbritannien): Deutschland Ein bißchen Frieden Nicole
  • ESC 1983 Eurovision Song Contest (München, Deutschland):  Luxemburg Si la vie est cadeau Corinne Hermès
  • ESC 1984 Concours Eurovision de la Chanson (Luxemburg, Luxemburg): Schweden Diggi-loo diggi-ley Herreys
  • ESC 1985 Eurovision Song Contest (Göteborg, Schweden): Norwegen La det swinge Bobbysocks
  • ESC 1986 Eurovision Song Contest (Bergen, Norwegen): Belgien J’aime la vie Sandra Kim
  • ESC 1987 Concours Eurovision de la Chanson (Brüssel, Belgien):  Irland Hold me now Johnny Logan
  • ESC 1988 Eurovision Song Contest (Dublin, Irland): Schweiz Ne partez pas sans moi Céline Dion
  • ESC 1989 Concours Eurovision de la Chanson (Lausanne, Schweiz): Jugoslawien Rock me Riva
  • ESC 1990 Eurovision Song Contest (Zagreb, Jugoslawien): Italien Insieme 1992 Toto Cutugno
  • ESC 1991 Concorso Eurovisione della Canzone (Rom, Italien): Schweden Fångad av en stormvind Carola
  • ESC 1992 Eurovision Song Contest (Malmö, Schweden): Irland Why me Linda Martin
  • ESC 1993 Eurovision Song Contest (Millstreet, Irland): Irland In your eyes Niamh Kavanagh
  • ESC 1994 Eurovision Song Contest (Dublin, Irland): Irland Rock’n Roll kids Paul Harrington / Charlie McGettigan
  • ESC 1995 Eurovision Song Contest (Dublin, Irland): Norwegen Nocturne Secret Garden
  • ESC 1996 Eurovision Song Contest (Oslo, Norwegen): Irland The voice Eimear Quinn
  • ESC 1997 Eurovision Song Contest (Dublin, Irland): Großbritannien Love shine a light Katrina and the Waves
  • ESC 1998 Eurovision Song Contest (Birmingham, Großbritannien): Israel Diva Dana International
  • ESC 1999 Eurovision Song Contest (Jerusalem, Israel): Schweden Take me to your heaven Charlotte Nilsson
  • ESC 2000 Eurovision Song Contest (Stockholm, Schweden): Dänemark Fly on the wings of love Olsen Brothers
  • ESC 2001 Eurovision Song Contest (Kopenhagen, Dänemark): Estland Everybody Tanel Padar & Dave Benton
  • ESC 2002 Eurovision Song Contest (Tallinn, Estland): Lettland I wanna Marie N
  • ESC 2003 Eurovision Song Contest (Riga, Lettland): Türkei Everyway that I can Sertab Erener
  • ESC 2004 Eurovision Song Contest (Istanbul, Türkei): Ukraine Wild dances Ruslana
  • ESC 2005 Eurovision Song Contest (Kiew, Ukraine): Griechenland My Number One Elena Paparizou
  • ESC 2006 Eurovision Song Contest (Athen, Griechenland): Finnland Hard Rock Hallelujah Lordi
  • ESC 2007 Eurovision Song Contest (Helsinki, Finnland): Serbien Molitva Marija Šerifović
  • ESC 2008 Eurovision Song Contest (Belgrad, Serbien): Russland Believe Dima Bilan
  • ESC 2009 Eurovision Song Contest (Moskau, Russland): Norwegen Fairytale Alexander Rybak
  • ESC 2010 Eurovison Song Contest (Oslo, Norwegen): Deutschland Satellite Lena (Mehr über den Sieg von Lena Meyer-Landrut)
  • ESC 2011 Eurovision Song Contest (Düsseldorf, Deutschland): Aserbaidschan Running scared Ell & Nikki
  • ESC 2012 Eurovision Song Contest (Baku, Aserbaidschan): Schweden Euphoria Loreen
  • ESC 2013 Eurovision Song Contest (Malmö, Schweden): Dänemark Only Teardrops Emmelie de Forest
  • ESC 2014 Eurovision Song Contest (Kopenhagen, Dänemark): Österreich Rise like a Phoenix Conchita Wurst
  • ESC 2015 Eurovision Song Contest (Wien, Österreich)

 

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